miércoles, 21 de marzo de 2012

http://www.zeit.de/digital/internet/2012-03/kuba-internet-estado-de-sats

www.zeit.de/digital/internet/2012-03/kuba-internet-estado...

In Kuba werden kritische Stimmen im Netz lauter und mutiger. Das
Beispiel einer Video-Plattform zeigt aber auch, wie das Regime
reagiert, wenn es offen kritisiert wird.

Ein Feind des Internets

Trotz aller Widrigkeiten bleibt Rodiles kämpferisch: "Dass sich etwas
ändert, lässt sich nicht aufhalten. Die Frage ist nur, wohin die Reise
geht." Kuba sei wie ein treibendes Schiff, mit ungewissem Kurs.

Orlando L. Pardo, einer der aktivsten Blogger der Insel, ist da eher
pessimistisch: "Nichts hat sich verändert. Estado de Sats hat so
ziemlich jede politische Regel gebrochen, die man brechen kann." Laut
Verfassung gilt das Recht auf Meinungsfreiheit nur, wenn es im
Interesse der sozialistischen Gesellschaft ist. Regimekritik wie die
von Rodiles ist der kommunistischen Partei ein Dorn im Auge. Nicht
umsonst gilt Kuba der Organisation Reporter ohne Grenzen als einer von
zwölf "Feinden des Internets".

"Klar, dank des Internets gibt es jetzt weltweit Sympathisanten", sagt
Pardo, "doch hier auf der Insel hat das Projekt keinerlei rechtliche
Grundlage. Deshalb trauen sich auch viele Gäste nicht, Einladungen zu
den Events wahrzunehmen."